The culture of reading

9. August 2014
Seen in a park at Lake Washington, Seattle, USA.

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In front of the public library in Unterhaching, Germany.

In front of the public library in Unterhaching, Germany.

Neue App: Gedichte genießen

12. Juni 2014
Seit Mai 2014 gibt es im Google Play Store eine neue App zum Gedichte genießen oder Gedichte lernen.

 

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Beschreibung

Gedichte lernen leicht gemacht.Mit dieser App kann man sich locker, leicht und spielerisch dem Inhalt bekannter deutscher Gedichte nähern. Ob zum Spass oder für die Schule.

Die Gedichte werden in schöner Form aufbereitet und dem Leser zugänglich gemacht. Mit Bildern, Textspielen und Melodien.

Poesie zum genießen.

    • Der Mond ist aufgegangen – Matthias Claudius
    • Der frohe Wandersmann – Joseph von Eichendoff
    • Mondnacht – Joseph von Eichendoff
    • Weihnachten – Joseph von Eichendoff
    • Geh aus, mein Herz, und suche Freud – Paul Gerhardt
    • Alles geben die Götter – Johann Wolfgang von Goethe
    • Herbstbild – Friedrich Hebbel
    • Leise zieht durch mein Gemüt – Heinrich Heine
    • Loreley – Heinrich Heine
    • Schöner Frühling – August Heinrich von Fallersleben
    • Herbsttag – Rainer Maria Rilke

 

Endlich eine App welche keine speziellen Zugangsberechtigungen benötigt. Keinen Zugriff auf das Telefonbuch und keinen Internetzugriff!

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Onilo (www.onilo.de): Onilo und der neue bayerische „Lehrplan Plus“ für die Grundschule

Juni 2014, Albert Hoffmann

Lehrpläne sind in erster Linie Hilfsmittel für die Lehrenden. Sie informieren über Lehrziele, Lehrinhalte sowie neuerdings über die Kompetenzen, die die Schüler in einem Schuljahr erreichen sollen.

Lehrpläne gibt es seit über hundert Jahren. Die Kultusministerien erachten sie als wichtiges Instrument für die Umsetzung ihrer bildungspolitischen Ziele. Sie müssen immer wieder modernisiert werden, um den Gegebenheiten der Zeit Rechnung zu tragen.

In Bayern befindet sich derzeit ein neuer Lehrplan, der Grundschul-Lehrplan-Plus, in der Erprobungsphase. Es macht Sinn, einen Blick auf ihn zu werfen. Zum Thema „Lesen“ ist u. a. Folgendes aufgelistet:

a)     Stärkung der Freude der Kinder am Lesen und am Umgang mit medialen Texten.

b)     Der Leseunterricht erweitert das Spektrum der Lese- und Medienerfahrungen der SchülerInnen.

c)      Gute Lesefertigkeiten (flüssiges, angenehm schnelles und genaues Lesen) sind wichtig.

d)     Im Hinblick auf Lesekompetenz und Lesemotivation ist die Auseinandersetzung mit der Kinderliteratur sehr bedeutsam. (Hierzu dringend empfohlen: Freie Lesezeiten im Unterricht und Lektüreprojekte)

e)     Des Weiteren wird der bewusste, aber auch kritische Umgang mit verschiedenen Medien gefordert. Nicht nur die literarische Kompetenz, auch die Medienkompetenz ist das Ziel.

Vergleicht man diesen Lehrplanentwurf mit der pädagogischen Intention von Onilo, so ist man überrascht und erfreut zugleich: Onilo geht mit dem neuen bayerischen Lehrplan in hohem Maße konform. Sieht man die Lehrplan als ein Abbild der Trends und Anforderungen unserer Zeit, so wird Onilo dem geradezu mustergültig gerecht.

Zu a)

Wie kaum eine andere Methodik generiert Onilo aufgrund seines emotionalen Ansatzes nachweislich bei den Kindern Freude an Geschichten, an Büchern und schließlich am Lesen. Kollegen, die Onilo einsetzen, schwärmen geradezu von der Konzentration, mit der die Kinder die Boardstories verfolgen und auf die Inhalte eingehen.

Zu c)

Onilo ist das Instrumentarium für das laute, flüssige Lesen, ob in Form des Einzel-Lesens von Schülern im Unterricht, ob in der Form des Vorlesens (durch Schüler/ Lehrer) oder ob in Form des halblauten Lesens in Lese-Partnergruppen z. B. an den Laptops (mithilfe des Schülercodes).

Zu d)

Die Wertschätzung der Kinderliteratur – über die Auseinandersetzung mit ihr – ist Onilos Ur-Anliegen. Bücher enthalten ein nahezu unerschöpfliches Maß an Energie, an Freude, an Weisheit, an Witz, an Spannung, an Ästhetik, an moralischer Einordnung; Werte also, die es – Unterricht als Auslöser –  zu finden, zu erkennen, zu nutzen und zu übertragen gilt. Je besser Kindern das Eintauchen in diese Welt ermöglicht wird, umso mehr wächst auch die Freude am Medium Buch.

Zu e)

Geradezu spannend, wenn es heißt, dass die Schüler sich mit Texten in unterschiedlichen Medien (Filme, Hörmedien, digitale Medien!) befassen und deren Wirkungen überdenken sollen. Onilo fördert diese Kompetenz nun schon seit drei Jahren. Onilo, das sind nicht nur die digitalen Geschichten (Boardstories), das sind auch die Printausgaben der Bücher. Die digitale Version versteht sich als Ergänzung zum Buch, was sich insbesondere im Unterricht als bedeutsamer Vorteil erweist.

In den Onilo-Schulen finden sich mehr und mehr Onilo-Buch-Regale. Die Lehrer haben längst den Zusammenhang und die gegenseitige Ergänzung von Print- und Digitalmedien erspürt. Wo im Klassenzimmer eine Printausgabe zu einer Boardstory aufliegt, darf man sicher sein, dass diese auch intensiv gelesen wird. Der Vergleich beider Medien geschieht in der Regel unbewusst. Ein guter Lehrer wird dies jedoch auch von Zeit zu Zeit thematisieren.

Der Blick auf den Lehrplan für Augsburger Schulen von 1907 bringt übrigens Erstaunliches zutage:

Als Lehrziel findet sich (u. a.): „Anregung zur selbstständigen Lektüre“

Die „methodische Bemerkung“ hierzu lautet: „Beim Lesen poetischer Stücke vermeide man es, durch vielfache Zergliederung und Erklärung den Stimmungsgehalt zu zerstören und lasse das Kunstwerk nach Möglichkeit als solches wirken.“ 

Diesen Satz kann man auch 2014 mit gutem Gewissen unterschreiben!

BLLV-Unterrichtstipp: „Wir sind regelrecht owlfinch-süchtig“

4. Juni 2014

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) stellt OWLFINCH in der neuen Ausgabe des Magazins „Niederbayerische Schule“ (Ausgabe 3/Mai 2014) vor:

"Wir sind regelrecht owlfinch-süchtig"

"Wir sind regelrecht owlfinch-süchtig"

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"Wir sind regelrecht owlfinch-süchtig"

 

 

 

 

 

Um die aktuelle Ausgabe des Magazins aufzurufen, klicken Sie bitte hier.

Onilo (www.onilo.de): Das Gebot der Nachhaltigkeit bei der Leseförderung

4. Februar 2014

Februar 2014, Albert Hoffmann

„Nachhaltigkeit“ hat sich in den letzten Jahren neben seinen Bedeutungen in Wissenschaft, Forstwirtschaft und Politik auch zu einem zentralen didaktisch-pädagogischen Begriff entwickelt.  Hier erfährt es Anwendung in seinem ursprünglichen Sinn, der, abgeleitet von dem Verb „nachhalten“ „längere Zeit andauern oder bleiben“ meint.

Nimmt man zu „Nachhaltigkeit“ den hier als Gegensatz zu verstehenden Begriff „Event“ dazu, so lassen sich damit die allseits gebräuchlichen Methoden der schulischen Leseförderung gut strukturieren und schließlich auch bewerten.

Leseaktionen mit Eventcharakter erfreuen sich in vielen Schulen großer Beliebtheit, schaffen sie doch einen emotionalen Höhepunkt im Schulalltag, ohne die ein Schuljahr totlangweilig wäre. Nicht zu vergessen die sich bietende Chance, einen größeren Artikel in der Tagespresse landen zu können.

Ein typisches Beispiel hierfür ist die „Lesenacht“. Deren hauptsächlicher Effekt besteht in dem Ansprechen der Schüler mit all ihren Sinnen. Das mag aus pädagogisch-erziehlichen Gründen durchaus sinnvoll sein; dass sich dadurch dauerhafte Leseaktivitäten einstellen, ist jedoch mehr als fraglich.

Welche Schule veranstaltet nicht eine „Lesewoche“ mit Autorenlesung, Buchausstellung, Vorleseaktion durch Bürgermeister oder Bankdirektor und Basteln von Lesezeichen? Die Wunschvorstellung: der Einmalerhitzer macht aus lesemüden Schülern hochmotivierte Leser. Welcher Trugschluss!

Die Lese-Event-Reihe ließe sich fortsetzen: Kinobesuche (Literaturverfilmung), Theaterbesuche (Klassiker!), Vorlesen älterer Schüler in der Grundschule, Vorlesen von Schülern im Altersheim, der jährlich stattfindende Vorlesewettbewerb, Buch-Kunst-Aktionen mit Künstlern usw. Beenden wir diese Aufzählung und fragen uns lieber staunend, warum so manche Schulleiter und Lehrer sich damit zufrieden geben – und die entsprechende Lehrplanvorgabe „Leseförderung“ damit als „erledigt“ ansehen.

Um nicht missverstanden zu werden: Auch „events“ haben ihre Daseinsberechtigung an Schulen, doch der Wunsch nach dauerhafter Wirkung, insbesondere beim Lesen, ist elementar.  (Haben die Psychologen nicht schon immer auf die Notwendigkeit der beständigen Wiederholung hingewiesen?)

Und genau auf diese zielt die Vorstellung von „Nachhaltigkeit“ ab.  Da hat eine Grundschule in einem leer stehenden Klassenzimmer ein opulent ausgestattetes „Lesezelt“ aufgebaut. Die Schüler sitzen in einer kleinen Arena um das Vorleser-Podest herum. Auf diesem steht ein bequemer Plüschsessel. Die Beleuchtung ist dem Lese-Ereignis angepasst und auf den Vorleser fokussiert. Hier ist es den Schülern fast unmöglich, nicht aufmerksam zu sein. Die Klassen kommen zu dieser „Feierstunde“ fest nach Stundenplan einmal die Woche hierher, mal liest der Lehrer vor, mal die Kinder.  Das Zelterlebnis  ist so dicht, dass für Lehrer und Schüler diese Stunde als eine Art Wellness betrachtet wird.

Interessant, dass schlichtes Vorlesen im normalen Klassenzimmer als Methode in Finnland und Österreich bis in die heutige Zeit gepflegt wird. Niemand, der das in Frage stellen würde; niemand, der ob der „verlorenen Unterrichtszeit“ jammert! Die Betonung liegt auf regelmäßigem Vorlesen.

Weitere Dauerbrenner in Sachen Nachhaltigkeit: Permanente Bücherausstellungen im Schulhaus, Schulbücherei im Eingangsbereich des Schulhauses, eine/n eigene/n Bücherei-BetreuerIn, eine feste Lesestunde in der Stundentafel, regelmäßig agierende Lesepaten, regelmäßige Beschäftigung mit Literatur-Themen im Unterricht.

Als äußerst bedeutsam für die Nachhaltigkeit entwickeln sich zusehends Internet-Leseprogramme. Dank ihrer Motivationskraft, ihrer permanenten Erreichbarkeit, ihren Analyseinstrumenten, ihrer Fähigkeit, die Schüleraktivitäten zu erfassen und zu notieren, ihrem Angebot zur Selbsttätigkeit der Schüler (Antolin.de/ Owlfinch.com) –

oder der herrlich-teilanimierten, bildbetonten Geschichten, die mit dem Lehrer zusammen erlebt und (laut) gelesen werden (Onilo.de).  Es wäre viel zu schade, ein Programm wie Onilo, das Kindern mit so viel Wärme und Emotionalität Zugang zu Büchern verschafft und ihnen die Wunderwelt der Geschichten aufschließt, nur im Bereich des Events sehen zu wollen (obwohl es auch diesen Part übernehmen könnte). Onilo hat die Qualität und die Energie, den Kindern Bücher als “Genussmittel“ nahezubringen. Wie sagte doch einmal eine Lehrerin: „Am Freitag lesen wir (=Klasse und sie) mit großer Vorfreude Onilo-Boardstories, dann gehen wir in locker-heiterer Stimmung ins Wochenende.“         

 

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